Was ist Selbstbestimmte Bildung?
Selbstbestimmte Bildung würdigt den jungen Menschen als Subjekt und legt den Fokus auf Verantwortung, Lernfreude und Eigeninitiative.
Du hast Fragen? Dann komme in unser Beratungsgespräch und wir zeigen dir deinen individuellen Weg zur selbstbestimmten Bildung.
Beratungsgespräch buchen1. Was ist selbstbestimmte Bildung?
Langjährige Erfahrungen und zahlreiche wissenschaftliche Studien in einer Vielzahl von Staaten zeigen, dass diese natürliche und informelle Art der Bildung ohne Zwangsausübung gelingt. Junge Menschen, die frei sich bilden, erreichen bei standardisierten Tests überwiegend bessere fachliche Ergebnisse, als junge Menschen, die in der Schule lernen. Dies lässt sich u.a. auch an ihren Leistungen und Abschlüssen an Hochschulen erkennen.
„Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.“ – Galileo Galilei
Der Einsatz für Selbstbestimmte Bildung fordert das Recht jedes Menschen ein, Zugang zu Bildung frei von Diskriminierung aufgrund des Alters (Adultismus), der Herkunft oder des Glaubens (Rassismus) sowie aufgrund der individuellen Bedürfnisse und / der Einschränkungen (Ableismus) zu haben.
Selbstbestimmte Bildung schätzt die Würde jedes Menschen als unantastbaren Wert und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Diversion in der Gesellschaft.
Selbstbestimmte Bildung ist ein vielschichtiger Komplex, der durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren wie Vorbilder, Kultur, Gesellschaft und Erfahrungen geprägt wird. Die Verantwortung für die einzelnen Faktoren obliegt den Individuen, die auf den sich Bildenden einwirken. Der Zugang zu den einzelnen Faktoren und die Mitgestaltung derer bestimmt den Bildungsprozess und ist somit obligatorisch für jeden Menschen. Erst durch diese Partizipation an Prozessen ist eine demokraktische, diverse Bildung möglich.
Was ist Selbstbestimmte Bildung?
Selbstbestimmte Bildung ist allen voran die Tatsache, dass junge Menschen die Mitverantwortung für ihren eigenen Bildungprozess übernehmen. Selbstbestimmte Bildung ist die konsequente Umsetzung demokratischer Werte.
Agilität, Flexibilität und Selbstwirksamkeit prägen selbstbestimmte Bildung junger Menschen.
2. Bildung von Anfang an – Familie als erster und prägendster Bildungsort
Gelingende Bildungsprozesse hängen maßgeblich von der Qualität der Beziehungs- und Bindungserfahrungen ab. Von zentraler Bedeutung sind die Erfahrungen, die das Kind in den ersten Lebensjahren in der Familie macht; die Qualität der Bindungen in der Familie ist jedoch auch noch im Schulalter bestimmend für den Lernerfolg jedes Kindes. In der Familie als primären Ort der sozialemotionalen Entwicklung legen die Eltern den Grundstein für lebenslanges Lernen, aber auch für die emotionale, soziale und physische Kompetenz. Bildung – ob in der Kindertageseinrichtung oder in der Schule – kann daher nur aufbauend auf die Prägung in der Familie erreicht werden. Daraus ergibt sich die Aufgabe aller außerfamiliären Bildungsorte, Eltern in ihrer Unersetzlichkeit, ihrer Wichtigkeit und ihrer Verantwortung wertzuschätzen und entsprechend in ihrer Aufgabe zu unterstützen.
Schule, Kita, Hort und co. haben die Eltern wertzuschätzen und in ihrer Aufgabe Eltern zu sein zu unterstützen!
3. Informelle Bildung im internationalen Vergleich
In wissenschaftlichen Studien wurde festgestellt, dass hinsichtlich des Sozialverhaltens und der sozialen Entwicklung von außerschulisch lernenden jungen Menschen keinerlei negative Auffälligkeiten im Vergleich zu schulbesuchenden jungen Menschen festgestellt werden konnten. Unsere Gesellschaft lebt von aktiven, selbstständig denkenden und toleranten jungen Menschen, die sich in einer Demokratie einbringen, Entscheidungen treffen und Verantwortung für sich und ihr Umfeld übernehmen. Um dies zu erreichen, ist es notwendig, für jeden Menschen den individuellen, bestmöglichen Weg dahin zuzulassen. Ein Verständnis von Schule als alleinige Instanz für die Vermittlung von Bildung, sozialen Kompetenzen und beruflichen Perspektiven, ist nicht demokratisch.
4. Wie sieht es bei der Sozialkompetenz aus?
In wissenschaftlichen Studien wurde festgestellt, dass hinsichtlich des Sozialverhaltens und der sozialen Entwicklung von außerschulisch lernenden jungen Menschen keinerlei negative Auffälligkeiten im Vergleich zu schulbesuchenden jungen Menschen festgestellt werden konnten. Unsere Gesellschaft lebt von aktiven, selbstständig denkenden und toleranten jungen Menschen, die sich in einer Demokratie einbringen, Entscheidungen treffen und Verantwortung für sich und ihr Umfeld übernehmen. Um dies zu erreichen, ist es notwendig, für jeden Menschen den individuellen, bestmöglichen Weg dahin zuzulassen. Ein Verständnis von Schule als alleinige Instanz, die Bildung und soziale Kompetenzen vermitteln kann, ist überholt.
Außerschulische Kontakte erhalten zudem eine höhere Bedeutung als im herkömmlichen Unterricht. Es geht nicht darum, dass das Leben in die Schule hineingenommen wird, sondern dass junge Menschen, die einen ausserschulischen Bildungsweg wählen, in das gesellschaftliche Leben hineingenommen werden. Erwachsene stehen ihnen helfend, beratend und organisierend zur Seite. Mit Unterstützung von Freunden und außerfamiliären Fachleuten ist immer jemand präsent, der Anteil an den Lernprozessen der jungen Menschen nimmt, dessen Wertschätzung, Anregungen und Kritik eine wichtige Begleitung darstellt.
Die verbreitete Sorge, dadurch würden soziale Verwahrlosung und Extremismus verstärkt, ist in diesen Ländern empirisch durch nichts belegt. Im Gegenteil zeigen die Erfahrungen, wie sozial kompetent und selbstbewusst sich frei lernende junge Menschen entwickeln.
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Wie funktioniert
Lernen?
Lernen ist wie Atmen: Es ist ein bereits pränatal angelegter Reflex, der bereits dem Embryo im
Mutterleib ermöglicht sich zu entwickeln.
Der
Rechtliche Rahmen
Das NEIN zur Schulanwesenheitspflicht ist ein unbedingtes JA zu Bildung. Bildung unter Zwang ist jedoch mit der Würde des Menschen und seinem Recht auf Bildung nicht vereinbar.