1.3 Auflösung adultistischer Stukturen
Um adultistische Strukturen in der Bildung aufzulösen und die Benachteiligung junger Menschen zu verringern, ist es wichtig, die Stimmen und Erfahrungen von Jugendlichen anzuerkennen und zu respektieren. Lehrer und Bildungspolitiker sollten bestrebt sein, eine inklusive und partizipative Lernumgebung zu schaffen, in der alle junge Menschen gleichermaßen gehört und unterstützt werden.
Dies erfordert eine aktive Beteiligung von jungen Menschen an Entscheidungsprozessen, die ihr Leben und ihre Bildung betreffen, sowie die Förderung einer Kultur des Respekts und der Gleichberechtigung innerhalb von Familie, Gesellschaft und in Bildungseinrichtungen. Die Partitipation, also die Mitgestaltung und Mitbestimmung junger Menschen in ihrem Bildungsprozess ist nicht an ein Alter verknüpft und muss obligatorisch jedem jungen Menschen zur Verfügung stehen.
Nur durch gemeinsame Anstrengungen können wir eine gerechtere und inklusivere Bildung für alle jungen Menschen in Deutschland erreichen. Selbstbestimmte Bildung ermöglicht es den jungen Menschen sich aus diesen adultistischen Strukturen zu lösen und ihnen zu begegnen.
Kinder haben – unabhängig von ihrem Alter – ein Recht auf Partizipation. Alle Bildungsorte stehen in der Verantwortung, der Partizipation der Kinder einen festen Platz einzuräumen und Demokratie mit Kindern zu leben. Partizipation bedeutet die Beteiligung an Entscheidungen, die das eigene Leben und das der Gemeinschaft betreffen, und damit Selbst- und Mitbestimmung, Eigen- und Mitverantwortung und konstruktive Konfliktlösung.
Quelle: https://www.lehrplanplus.bayern.de/leitlinien/grundschule
Die Akademie für selbstbestimmte Bildung unterstützt einen gleichwürdigen und gleichberechtigten Umgang mit jungen Menschen in allen Lebensbereichen.